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Konzeption

Kinderkrippe und Kindergarten "Windradl"

Liebe Eltern!

Diese Konzeption wurde vom pädagogischen Team des „Windradls“ erarbeitet und ist ein Spiegelbild unserer pädagogischen Arbeit, unserer Schwerpunkte und Werte. Außerdem gibt sie Aufschluss über die Struktur und die Rahmenbedingungen unserer Einrichtung. Die erste Konzeption des „Windradls“ wurde 1996 erstellt; seitdem hat sich vieles verändert: Die Einrichtung wuchs von zwei auf sechs Gruppen, die Krippe kam zum Kindergarten, aus einer Halbtagesbetreuung wurde eine Ganztagesbetreuung. Das „Windradl“ hat sich dem Wandel der Zeit und den veränderten Bedürfnissen der Kinder und Eltern angepasst. Veränderung ist Leben und das bedeutet für uns, dass auch unsere Konzeption regelmäßig überarbeitet, überprüft und gegebenenfalls auch verändert wird.

Wir möchten Ihnen mit unserer Konzeption einen Einblick in unsere Arbeit ermöglichen und freuen uns über Ihr Interesse!

Durch unsere pädagogische Arbeit und unsere kindgerechte Raumgestaltung bieten wir den Kindern die Möglichkeit, immer neue Erfahrungen zu machen und so die Welt spielerisch zu entdecken. Hier im „Windradl“ ist Platz für Stärken und Schwächen, für Spielen und Toben, für unterschiedliche Gefühle (Freude, Trauer, Wut, Angst), für Erfolgserlebnisse und Missgeschicke.

Ein wichtiger Teil unserer täglichen Arbeit und Planung ist es, die Kinder ernst zu nehmen, ihnen zuzuhören und ihre Interessen und Bedürfnisse zu beobachten. Ein lebendiger Kinderhausalltag hat nicht nur schöne Seiten, sondern bringt auch Probleme mit sich. Diese wollen wir nicht für das Kind, sondern mit dem Kind lösen. Mit Engagement und Neugierde bringen wir uns in die tägliche Arbeit mit den Kindern ein und vertreten deren Interessen, wobei wir aber auch immer ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Eltern haben.

Wir wünschen allen Familien und natürlich besonders den Kindern, die im Windradl ein- und ausgehen, eine schöne Zeit bei uns im Kinderhaus Greifenberg und danken ihnen für Ihr Vertrauen!

Ihr Windradlteam


Konzeption "Windradl"

Das „Windradl“ ist in kommunaler Trägerschaft.

TrägerAnschrift / Kontaktdaten:Gemeinde Greifenberg
Hauptstr. 32
86926 Greifenberg
Tel.:  08192/256
Fax.: 08192/999996
Email: gemeinde@greifenberg.info
 Ansprechpartner:Patricia Müller, 1. Bürgermeisterin
Email: mueller@greifenberg.info

Andrea Albrecht, Referentin Kinderhaus
albrecht-andrea-georg@web.de
EinrichtungAnschrift / Kontaktdaten:Kinderhaus „Windradl“
Karwendelstr. 10
86926 Greifenberg
Tel.: 08192/7765
Fax.: 08192/996467
Email: kiga_windradl@web.de
 Ansprechpartner:Marion Länger, Leitung
Martina Huber, Stellvertretende Leitung

Greifenberg ist eine kleine Gemeinde am Ammersee, 38 km von München entfernt. Die Gemeinde hat ca. 2500 Einwohner und besteht aus den Ortsteilen Greifenberg, Neugreifenberg, Beuern und Painhofen. Greifenberg hat eine gute Infrastruktur: Die Gemeinde liegt direkt an der A96 zwischen München und Landsberg. Es gibt verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, eine Apotheke, Ärzte, eine Zahnarztpraxis, ein Fitnessstudio, Sport- und sonstige Vereine und ein Gewerbegebiet. Die Schulkinder besuchen die Grund- und Hauptschule des Schulverbandes Windach und werden dort mit Schulbussen hingebracht. Die Mittagsbetreuung existiert jedoch noch in den Räumlichkeiten des alten Schulhauses in Greifenberg.
In den letzten Jahren entstanden einige Neubausiedlungen und es ziehen immer noch, auf Grund der lukrativen Nähe zum Ammersee und zu München viele junge Familien zu.
Der Kindergarten „Windradl“ wurde im Februar 1996 unter kommunaler Trägerschaft
der Gemeinde Greifenberg erbaut. Aus der Luft gesehen, erinnert das Gebäude an ein Windrad, daher der Name. Das Gebäude wurde für drei Gruppen konzipiert, ursprünglich wurden aber nur zwei Gruppen in Betrieb genommen (eine Vormittagsgruppe und eine verlängerte Gruppe bis 13.30h). Bereits zwei Jahre später wurde auf Grund der Kinderzahl eine dritte Gruppe eröffnet, 2009 wurde eine Krippengruppe angebaut. 2014 wurde die Einrichtung um eine weitere Krippengruppe, 2018 um eine zusätzliche Kindergartengruppe erweitert.

Im „Windradl“ gibt es vier Kindergarten- und zwei Krippengruppen. In jeder der Gruppen gibt es die Möglichkeit zur Einzelintegration. Insgesamt werden 91 Kindergarten- und 30 Krippenkinder betreut.
Unsere Gruppen sind alle altersgemischt. In den Krippengruppen werden jeweils fünfzehn Kinder im Alter zwischen null und drei Jahren betreut.
In drei Kindergartengruppen werden jeweils bis zu 25 Kinder und in einer Kindergartengruppe 16 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren betreut.

Montag – Donnerstag
7.30h - 16.00h
Freitag
7.30h - 14.00h

In dieser Zeit bieten wir flexible Buchungszeiten an.

Bringzeit: 7.30h - 8.30h

Die pädagogische Kernzeit beginnt um 8.30h und endet um 12.30h. Diese dient dazu, dass die pädagogischen Kräfte über einen bestimmten Zeitraum hinweg konzentriert Bildungsarbeit leisten können, ohne durch Bringen oder Abholen der Kinder gestört zu werden.
Eine Liste mit den möglichen Buchungszeiten und den entsprechenden Gebühren und Ermäßigungen erhalten Sie in Ihrer Willkommensmappe oder auf Nachfrage im Leitungsbüro.
Unsere Einrichtung ist an maximal 35 Tagen im Jahr geschlossen. Die Ferienplanung wird jeweils zu Beginn des Betreuungsjahres für das ganze Jahr bekanntgegeben.
 

Unser Team setzt sich aus gut ausgebildeten und motivierten Fachkräften zusammen. In jeder Gruppe gibt es mindestens eine Erzieherin als Gruppenleitung sowie zwei weitere qualifizierte Fachkräfte. Ergänzt und unterstützt wird das Stammpersonal der Gruppen durch Praktikanten aus verschiedenen Fachschulen (zum Beispiel Fachakademie für Sozialpädagogik, Kinderpflegeschule, Fachoberschule, Berufs-Findungs-Zentrum) sowie Schülern, die bei uns ein Orientierungspraktikum absolvieren.
Unser Team zeichnet sich durch seine hohe und breitgefächerte Kompetenz aus; so gibt es viele Mitarbeiter*innen, von deren Zusatzausbildungen die gesamte Einrichtung profitiert.

Psychologische Berater / CoachingErzieher*innen im AnerkennungsjahrStaatlich anerkannte ErzieherInnenFachkräfte für Inklusion
Staatlich anerkannte KinderpflegerinnenZertifizierte ElternberaterinKinderpsychologische BeraterinEntspannungspädagoginnen
HeilpädagoginMarburger KonzentrationstrainerinnenMarte Meo FachkraftFachkraft für Kindswohlgefährdung
Zertifizierte KleinkindpädagoginnenKonfliktmoderatorinQM- Auditorin und QualitätsbeauftragteSicherheitsbeauftragte u. Brandschutzhelfer

Außerdem gehören zu unserem Team drei Küchenhilfen sowie vier Reinigungskräfte, die uns im Alltag tatkräftigt unterstützen.



 

Unsere Gruppenräume sind groß, hell und freundlich. Jeder Gruppenraum ist in verschiedene Funktionsbereiche (Kreativecke, Konstruktionsecke, Leseecke, Rollenspielecke, Brotzeitecke, etc.) unterteilt. Je nach Interessen oder Bedürfnissen der Kinder können die einzelnen Bereiche auch verändert und ausgetauscht werden. Jede Gruppe hat außerdem eine kleine Küchenzeile, einen Nebenraum, in dem auch die Mittagsruhe abgehalten wird, einen eigenen Sanitärraum, eine Terrasse und eine Garderobe.
Das Foyer von Kindergarten und Krippe, die Turnhalle und das Bällebad sowie unser Rollenspielzimmer können die Kinder im Rahmen des Raus-Geh-Hauses auch in der Freispielzeit bespielen. Auch hier wechseln die Spielangebote je nach Interessen und Bedürfnissen der Kinder bzw. nach Projektthemen.
Zusätzlich zu den gruppeneigenen Räumlichkeiten haben wir gruppenübergreifend ein großes Raumangebot zur Verfügung, das von allen Gruppen genutzt werden kann.
Eine große Turnhalle, eine Kinderbibliothek, eine Küche, ein Töpferraum, der auch für Vorschule, Entspannungsangebote und Kleingruppenarbeit genutzt wird, ein großer Werkraum, der das Atelier für Künstler und das Forscherlabor beherbergt sowie eine Lernwerkstatt mit Elementen und Materialien aus den Bereichen Schrift, Sprache und Mathematik gehören ebenso zu unserem großzügigen Raumangebot. Dies wird noch ergänzt durch die Hauswirtschaftsräume, das Leitungsbüro und zwei Team- /Besprechungsräume.
Rund um das Haus ist unser großer, naturnaher Garten angelegt. Zahlreiche Spielgeräte wie eine Vogelnestschaukel, Rutschen, Kletterlandschaften, Bobbycarstrecken, verschiedene Fahrzeuge, ein Fußballplatz, ein Wasserspielplatz, verschiedene Sandkästen, Spielhäuschen und Großbausteinen auf den Terrassen stehen unseren Kindern zur freien Verfügung. Außerdem haben die Kinder in unserem Garten vielfältige Möglichkeiten, die Natur zu erleben und dabei wertvolle Lernerfahrungen zu machen. So gibt es zum Beispiel Hochbeete, auf denen wir mit den Kindern Blumen und Gemüse pflanzen, Sträucher und Bäume mit Obst und Beeren zum Naschen, ein Insektenhotel und Nistkästen zum Beobachten der tierischen Bewohner.

Ein kleiner Einblick in unser Haus - Gruppenübergreifende Räume

Kindergarten

Krippe

Für die Kinder kann ein warmes Mittagessen bestellt werden. Dieses wird von der Metzgerei Mödl aus Prittriching frisch zubereitet und von dort geliefert.
Kosten: Das Essen wird pro Mahlzeit berechnet und rückwirkend abgebucht.
(Die aktuellen Preise hängen an der Infowand aus und stehen in der Info-Mappe!)
Der aktuelle Speiseplan hängt an den Infowänden in Krippe und Kindergarten aus. Zur Abbestellung des Essens können Eltern in die Essensliste ihr Kind mit „e“ für entschuldigt eintragen.

Brotzeit für den Vormittag und den Nachmittag bringen die Kinder selbst mit (Essen und Getränke). Die Eltern werden gebeten, im Sinne der Nachhaltigkeit, keine Einwegverpackungen zu verwenden. Die Kinder brauchen deshalb eine Brotzeitbox und eine Trinkflasche, beides mit Namen versehen.
 

Ein Großteil der Eltern ist berufstätig, viele pendeln täglich nach München. Die Öffnungszeiten unserer Einrichtung sind dem Bedarf der berufstätigen Eltern angepasst.
Die Kinder, die unsere Einrichtung besuchen, kommen aus allen sozialen Schichten und haben unterschiedliche Nationalitäten.
Die Kinder leben in den verschiedensten Familienformen.

Zu Beginn jedes Betreuungsjahres wird von jedem Gruppenteam eine Situationsanalyse erstellt:

  • Wie setzt sich die Kindergruppe zusammen?
  • Aus welchen Familiensituationen kommen die Kinder?
  • Welche Probleme oder Erfahrungen beschäftigen die Kinder (zum Beispiel Einzelkind-Situation, unvollständige Familien, etc.)?
  • Wie sieht das Lebensumfeld der Kinder aus?
  • Welche Interessen bringen sie mit?


Durch regelmäßige Kinder- und Elternbefragungen ermitteln wir Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse von Kindern und Eltern, die sich aus deren individuellen Situationen ergeben und berücksichtigen diese weitmöglich in unserer Angebotsplanung. Im Rahmen unseres Partizipationskonzeptes gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich aktiv an der Angebotsgestaltung zu beteiligen.

Unser Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern bis zum Grundschulalter hat seine Rechtsgrundlage im Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG). Dort heißt es in Art.10: „Kindertageseinrichtungen bieten jedem einzelnen Kind vielfältige und entwicklungsangemessene Bildungs- und Erfahrungsmöglichkeiten, um beste Bildungs- und Entwicklungschancen zu gewährleisten, Entwicklungsrisiken frühzeitig entgegenzuwirken sowie zur Integration zu befähigen.“
Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) ist handlungsleitend für unsere pädagogische Arbeit.
Unser Kinderschutzkonzept basiert auf den Vorgaben des §8a "Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung“ im SGBVIII.

Bayerisches Kinder-Bildungs- und Betreuungsgesetz
(BayKiBiG)
Kinder- und Jugendhilfegesetz
(SGB VIII)
Bayerische Bildungsleitlinien
(BayBL)
 
Infektionsschutzgesetz
(IfSG)
Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan (BEP)Sozialdatenschutz
(SGB X)
UN-Kinderrechtskonvention

Kinder haben ein Recht auf Bildung. Dieses Recht wird nicht erst mit der Einschulung wirksam, sondern bereits von Geburt an. Eine optimale Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder ist der Schlüssel zu ihrem Lebenserfolg. Unabhängig davon, dass nicht alle Kinder die gleichen Voraussetzungen und Chancen mitbringen, möchten wir mit unserem Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot allen Kindern den Zugang zur Bildung und einer positiven Lebensgestaltung ermöglichen.
Unseren Auftrag leiten wir aus dem am 1. August 2005 in Kraft getretenen BayKiBiG, sowie den im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan verankerten Bildungs- und Erziehungszielen ab.
Die Familie ist der erste und, besonders in den ersten Jahren, der wichtigste Bildungsort für Kinder. Durch unser Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot unterstützen, entlasten und begleiten wir die Familien nachhaltig. Wir sehen Eltern und pädagogische Fachkräfte als Erziehungspartner an. Dementsprechend hat die Zusammenarbeit mit den Eltern in unserer Einrichtung auch einen sehr hohen Stellenwert.

Jedes Kind hat von Anfang an eigene Rechte und vollzieht die für seine Entwicklung und Entfaltung notwendigen Schritte durch eigene Aktivität. Dies bestimmt unser Bild vom Kind.

Unsere pädagogischen Ziele

  • Autonomie
  • Solidarität
  • Kompetenz

leiten sich von diesem Bild vom Kind ab und orientieren sich an den demokratischen Grundwerten und gesellschaftlichen Entwicklungen.

Pädagogische Haltung
Unsere pädagogische Haltung zeichnet sich aus durch:

  • einen wertschätzenden und respektvollen Umgang mit dem Kind
  • vertrauensvollen Beziehungsaufbau zum Kind und seiner Familie
  • eine feinfühlige, liebevolle Zuwendung
  • eine offene Kommunikation
  • Akzeptanz für die Verschiedenartigkeit der Kinder
  • Transparenz der pädagogischen Arbeit
  • Freude an der Arbeit mit den Kindern.


Unsere Rolle als Pädagogen

  • Beobachter der Spiel- und Lernprozesse sowie des Entwicklungsstandes des Kindes
  • Orientierung und Sicherheit durch klare Alltagsstrukturen, Regeln und Grenzen geben aber auch klar definierte Freiräume ermöglichen
  • Tragfähige Beziehungen als Vertrauensbasis zu den Kindern aufbauen
  • Spiel- und Lernangebote so gestalten, dass Kinder ihre Persönlichkeit, ihre Begabungen und Fähigkeiten optimal entwickeln können
  • Lernpartner und Moderator von Bildungsprozessen
  • Berater und Begleiter von Eltern im Sinne der Erziehungspartnerschaft


In unserem Kinderhaus arbeiten wir nach dem lebensbezogenen Ansatz. Was heißt dies in der Praxis? Bei der Planung von Spiel- und Lernangeboten gehen wir immer von der tatsächlichen Lebenssituation der Kinder, die unsere Einrichtung besuchen, aus.
Unsere Aufgabe ist es, jedes Kind mit seiner Lebenssituation zu verstehen und seine Ressourcen zur Bewältigung seiner Lebenssituation zu entdecken und zu fördern. Ziel ist es, das Kind darin zu unterstützen, mit sich selbst, mit anderen und mit einer Sache - jetzt und zukünftig - gut zurecht zu kommen.

Unser Profil

Unsere Einrichtung zeichnet sich besonders aus durch:

• Unser Partizipationskonzept
Im „Windradl“ können sich Kinder, Mitarbeiter und Eltern in vielen Bereichen partizipativ einbringen. Zum Beispiel können die Kinder entscheiden, wie sie ihr Kindergartenabschlussfest feiern möchten und was es zu Essen geben soll. Die Mitarbeiter werden in die Dienstplangestaltung miteinbezogen und können stärkenorientiert in den Werkstätten arbeiten. Eltern können sich im Elternbeirat aktiv beteiligen oder sich in der Projektarbeit einbringen.
Dies sind nur einige Beispiele aus den vielfältigen Partizipationsmöglichkeiten in unserer Einrichtung.

• Unsere Lernwerkstätten
In unseren Lernwerkstätten haben die Kinder während der Freispielzeit die Möglichkeit, selbstständig und eigeninitiativ tätig zu werden und sich ihre Aufgaben selbstbestimmt auszusuchen. Hier wird der Individualität des Kindes Rechnung getragen; egal ob das Kind entwicklungsverzögert oder hochbegabt ist - jeder lernt im Rahmen seiner Motivation und seiner Fähigkeiten.
Lernen im Dialog und ko-konstruktive Bildung haben hier in der Lerngemeinschaft von Kindern und Erzieher*innen einen besonders hohen Stellenwert.

• Unser professionelles Team
Unser multiprofessionelles, kompetentes Team ist eines unserer größten Vorzüge. Durch unsere intensive Teamarbeit profitieren alle Kolleg*innen von den Stärken, Erfahrungen und Fachkenntnissen der anderen. Diese Zusammenarbeit kommt den Kindern zugute, aber auch Eltern werden bei uns bestens beraten.

• Unsere Angebote im Bereich der Erziehungspartnerschaft
Im „Windradl“ hat die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern einen sehr hohen Stellenwert. Eltern und Familien werden sehr stark in den Alltag des Kinderhauses einbezogen. Wir entwickeln ausgehend von den Bedürfnissen und Interessen der Eltern immer wieder neue, interessante Angebote.

Bildung als sozialer Prozess

Lernmethodische Kompetenz:
Lernmethodische Kompetenz ist die Grundlage für einen bewussten Wissens- und Kompetenzerwerb und lebenslanges, selbst gesteuertes Lernen. Wissen kompetent nutzen zu können hängt nicht nur von den erworbenen Wissensinhalten ab, sondern vor allem von der Art und Weise, wie man Wissen erworben hat. Die Kinder lernen selbständig oder mit unserer Unterstützung sich neue Informationen (Lexika, Wissensspiele) zu besorgen und Erfahrungen (im Freispiel und in den Projekten) zu verschaffen. Die Kinder speichern neues Wissen ab und können es auf unterschiedliche Situationen übertragen.
Im „Windradl“ haben die Kinder die Möglichkeit viele verschiedene Lernangebote kennen zu lernen und auszuprobieren:

  • im Freispiel
  • bei Angeboten
  • in Projekten
  • in den Lernwerkstätten

Die Kinder können hierbei ihre eigenen Ideen, Erfahrungen und Neigungen verwirklichen und erlangen die Fertigkeit, eine vorgegebene Lernaufgabe zu bewältigen. Uns ist wichtig, dass die Kinder über das eigene Lernen nachdenken, mit Fehlern umgehen können und diese eigenständig korrigieren lernen.


Lernen im sozialen Kontext

Eine besondere Bedeutung für das Lernen im Kinderhaus hat die Gruppe. In erster Linie lernen hier die "Kleinen" von den "Großen" (und den Erzieher*innen), aber auch der umgekehrte Fall sollte nicht unterschätzt werden: Spontane Anteilnahme, Freigiebigkeit, Nachgiebigkeit, Anpassungsfähigkeit und Kompromissbereitschaft sind sicher häufiger bei jüngeren Kindern anzutreffen und hier können sich die Älteren oft etwas abgucken.

Ko-konstruktives Lernen
In ko-konstruktiven Lernprozessen lernen Kinder, zusammen mit anderen Kindern und Erwachsenen, gemeinsam in einer Lerngemeinschaft

  • Probleme zu lösen
  • durch den Austausch mit den Anderen die Welt zu verstehen und ein eigenes Weltbild zu entwickeln
  • eigene Erfahrungen, Kompetenzen und Kenntnisse zu vertiefen und zu erweitern,

wobei die Verantwortung, diese Bildungsprozesse zu steuern, bei den Erwachsenen liegt.

Das ko-konstruktive Lernen findet in unserer Einrichtung vorrangig in der Projektarbeit und in den Lernwerkstätten statt.
Lernen in gruppenübergreifenden Angeboten

  • Für zwei – bis dreijährige Kinder gibt es das Projekt „Kindergarten Plus Start“
  • Die Vierjährigen nehmen am Projekt zur Emotionalen Intelligenz – „Tula &Tim“ (Kindergarten Plus) teil.
  • Alle Vorschulkinder nehmen am Marburger Konzentrationstraining teil.
  • Während der Freispielzeit können die Kindergartenkinder die Lernwerkstätten zum freien Experimentieren, Forschen, Bewegen und Gestalten nutzen..
  • Als „Haus der kleinen Forscher“ führen wir in Krippe und Kindergarten gruppenübergreifende Projekte durch, an denen sich Kinder unterschiedlicher Altersgruppen gemäß ihren Interessen beteiligen können

Stärkung von Basiskompetenzen

Als Basiskompetenzen werden grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten, Haltungen und Persönlichkeitscharakteristika bezeichnet. Sie sind Vorbedingungen für ein erfolgreiches und zufriedenes Leben.

Personale Kompetenzen
Selbstwertgefühl
Die Kinder lernen, mit sich selbst zufrieden zu sein und sich attraktiv finden. Die Wertschätzung der Erzieherinnen und der anderen Kinder in der Gruppe leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Den Kindern werden ausreichend Möglichkeiten geboten, stolz auf ihre eigenen Leistungen und Fähigkeiten sowie auf ihre Kultur und Herkunft zu sein.

Positives Selbstkonzept
Das Kind entwickelt ein positives Bild von sich selbst und erlebt sich in verschiedenen Bereichen als lern- und leistungsfähig. Zu einem positiven Selbstbild gehört der kompetente Umgang mit anderen Kindern, mit seinen eigenen Gefühlen und seinem Körper. Hieraus entwickelt sich das Selbstbewusstsein, eine wichtige Voraussetzung für Leistungs- und Durchsetzungsfähigkeit.

Autonomieerleben
Die Kinder erleben sich selbst als Personen, die mitentscheiden, was sie in der Gruppe tun und wie sie es tun wollen. Die Kinder werden befähigt, einen altersadäquaten Entscheidungsspielraum zu nutzen und sich selbst als Akteur zu erleben. Dies unterstützten wir durch unser Partizipationskonzept.

Kompetenzerleben
Kinder erfahren, dass sie Probleme oder Aufgaben selbstständig meistern können.

Resilienz
Kinder sollen sich gesund und positiv entwickeln, auch wenn sie zeitweilig oder ständig Risikobedingungen ausgesetzt sind. Außerdem werden sie befähigt, Stress zu bewältigen.

Kohärenzgefühl
Kohärenzgefühl setzt sich zusammen aus den Komponenten Verstehbarkeit, Sinnhaftigkeit und aus der Überzeugung, Situationen bewältigen zu können. Kinder lernen zu verstehen, was täglich in ihrer Gruppe passiert. Die Ereignisse sollen geordnet, verständlich und nachvollziehbar für das Kind sein.

Die personalen Kompetenzen stärken wir durch:

  • Projektarbeit und wertschätzende Projektdokumentation
  • Einbeziehen fremder Kulturen von Migrantenkindern (z.B. Musik, Speisen, etc.)
  • Das Pflegen einer konstruktiven Gesprächs- und Streitkultur, die dem Entwicklungsstand der Kinder angemessen ist
  • Klare Regeln und Grenzen aber auch positive Verstärkung (Lob)
  • Freiräume, Mitbestimmungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten (z.B. bei gemeinsamen Aktivitäten oder bei der Raumdekoration)
  • Kleine Aufgaben, die Kinder fordern aber nicht überfordern
  • Einhaltung bestimmter Routinen und Rituale, die den Kindern Sicherheit vermitteln (z.B. strukturierter Tagesablauf, Aufräumlied, Tischspruch).

Motivationale Kompetenzen

Motivationale Kompetenzen
Selbstwirksamkeit:
Kinder erfahren, dass sie ihre soziale und dingliche Umwelt beeinflussen können. Dadurch entwickeln sie Vertrauen zu sich selbst.

Selbstregulation:
Kinder lernen, ihr Verhalten selbst zu steuern. Sie halten Beschäftigungen, abhängig von ihrem Alter, eine Weile durch und konzentrieren sich auf Aufgaben. Die Kinder lernen, ihre Gefühle, vor allem negative (wie Wut, Angst und Ärger) zu regulieren.

Neugier und individuelle Interessen:
Die Kinder sind Neuem gegenüber aufgeschlossen. Sie werden befähigt, nicht nur zu Personen, sondern auch zu Dingen bedeutungsvolle Beziehungen aufzubauen. Die Kinder entwickeln und realisieren Präferenzen beim Spielen und anderen Beschäftigungen, sofern dies nicht ihre allseitige Entwicklung beeinträchtigt.

Die motivationalen Kompetenzen stärken wir durch:
• Kongruentes Erzieherverhalten, das immer in derselben Weise auf ein bestimmtes kindliches Verhalten folgt
• Kommentierung der Erzieher*innen von Handlungsabläufen oder Problemlösungsprozessen
• Sprechen über Gefühle
• Ein möglichst vielseitiges Angebot von Spiel- und Beschäftigungsmaterialien


Kognitive Kompetenzen

Differenzierte Wahrnehmung:
Die Kinder nutzen all ihre Sinne.

Denkfähigkeit:
Das logische Denken der Kinder wird gefördert.

Wissensaneignung:
Kinder werden befähigt, sich altersgemäße Kenntnisse anzueignen.

Gedächtnis:
Kinder werden angeregt, ihr Gedächtnis zu trainieren.

Problemlösefähigkeit:
Kinder lernen, Probleme unterschiedlicher Art (Fragestellungen, Konflikte mit anderen Kindern, etc.) zu erkennen und altersgemäß Lösungen zu entwickeln.
Zum Problemlösen gehört auch das Lernen aus Fehlern.

Kreativität:
Kinder werden befähigt, sich im sprachlichen, musikalischen und künstlerischen Bereich auszudrücken.
Die kognitiven Kompetenzen stärken wir durch:

  • Ein altersgemäßes und vielfältiges Angebot an Spiel- und Lernmaterialien
  • Experimente
  • Bilderbuchbetrachtungen
  • Sachgespräche
  • Spezielle Förderangebote für Vorschulkinder
  • •Themenbezogene Projekte

Physische Kompetenzen

Übernahme von Verantwortung für Gesundheit und körperliches Wohlbefinden:
Die Kinder lernen, grundlegende Hygienemaßnahmen selbstständig auszuführen. Sie werden angeregt, eine positive Einstellung gesunder Ernährung gegenüber zu entwickeln.

Grob- und feinmotorische Kompetenzen:
Die Kinder leben ihren Bewegungsdrang aus, sind körperlich fit, beherrschen ihren Körper und entwickeln Geschicklichkeit
Fähigkeit zur Regulierung von körperlicher Anspannung:
Die Kinder lernen, dass sowohl Anspannung als auch Entspannung wichtig ist. So lernen sie auch, Stress zu bewältigen.

Die physischen Kompetenzen stärken wir durch:

  • Gesunde Ernährung
  • Gemeinsames Händewaschen
  • Sauberkeitserziehung
  • Turnen
  • Bewegungsspiele
  • Massagegeschichten
  • Einsatz von Entspannungsmusik
  • Bewegung im Freien
  • Abwechslung von Aktivitäten und Ruhepausen während des Tagesablaufes

Soziale Kompetenzen

Gute Beziehung zu Erwachsenen und Kindern:
Die Kinder haben in der Gruppe die Möglichkeit, zu Erzieher*innen und anderen Kindern gute, von Respekt gezeichnete Beziehungen aufzubauen.

Empathie und Perspektivenübernahme:
Die Kinder lernen, sich in andere hineinzuversetzen und in andere Rollen zu schlüpfen.

Kommunikationsfähigkeit:
Die Kinder lernen, sich angemessen auszudrücken, also die richtigen Begriffe sowie eine angemessene Mimik und Gestik zu verwenden. Dazu gehört auch, anderen zuzuhören.

Kooperationsfähigkeit:
Die Kinder lernen, mit anderen Kindern und Erwachsenen zusammenzuarbeiten.

Konfliktbewältigung:
Die Kinder werden befähigt, mit Konflikten angemessen umzugehen.
Die sozialen Kompetenzen stärken wir durch:

  • Gemeinsame Erlebnisse wie Feste und Feiern
  • Gemeinsame Spiele und Aktivitäten
  • Zusammen Tischdecken oder Aufräumen
  • Stuhlkreis, Bilderbuchbetrachtungen und Gespräche
  • Rollenspiele (z.B. Vater- Mutter- Kind, Kaufladen etc.) und Kreisspiele
  • Unterstützung und Begleitung bei Konflikten durch die Erzieherin
  • Projekte zur „Emotionalen Intelligenz“ (nähere Informationen im Flyer)

Im Sinne der Inklusion betonen wir Gleichheit und Vielfalt; Jedes Kind ist gleich – jedes Kind ist besonders.
Inklusion umfasst dabei alle Formen von gesellschaftlicher Benachteiligung wie Alter, Hochbegabung, Religion, Migration, lebenslanger Behinderung, sozioökonomische und geschlechtsspezifische Benachteiligung.
Wir analysieren die unterschiedlichen Lebens- und Lernvoraussetzungen der Kinder und unterstützen diese in ihren individuellen Lern- und Entwicklungsprozessen.

Unsere Ziele:

  • Alle Menschen, die bei uns täglich ein- und ausgehen fühlen sich wertgeschätzt und willkommen
  • Das Recht auf selbstverständliche Teilhabe wird gelebt
  • Jedes Kind hat das Recht auf wohnortnahe, qualitativ hochwertige Erziehung, Bildung und Betreuung
  • Alle Familien haben die Möglichkeit zur Partizipation an kulturellen und sozialen Aktivitäten
  • Die Kinder erkennen, dass eigene Interessen und Vorlieben nicht an die Geschlechtszugehörigkeit gebunden sind
  • Die Kinder lernen, geschlechterbezogene Werte, Normen und Traditionen kritisch zu hinterfragen
  • Die Kinder lernen Vorstellungen über Geschlechteridentitäten anderer Kulturen kennen und respektieren


Unsere Umsetzung in der Praxis:

  • Die Möglichkeit zur Einzelintegration in allen Gruppen des Kinderhauses
  • Speziell qualifiziertes Personal (Fachkräfte für Inklusion, Marte Meo Practitioner)
  • Begleitung und Beratung von Familien mit unterschiedlichen Bedürfnissen
  • Weitgehend barrierefreie Räume und therapeutisches Beschäftigungsmaterial
  • Individuelle Lernchancen in Projekt- und Werkstattarbeit
  • Vorkurs Deutsch für Kinder mit Migrationshintergrund oder sprachlichen Problemen
  • Vernetzung mit verschiedensten Kooperationspartnern /Therapeuten

Die Begleitung eines Kindes in der Krippe oder im Kindergarten durch die Eltern oder andere wichtige Bezugspersonen in der ersten Zeit ist die Voraussetzung dafür, dass das Kind eine sichere Bindung und damit eine tragfähige Beziehung zu seinen Erzieher*innen aufbauen kann. Dies wiederum wird als Bedingung für gelingende Bildungs- und Erziehungsprozesse gesehen.
Die Zeit der Eingewöhnung verläuft bei jedem Kind ganz individuell und kann von einigen Tagen (im Kindergarten) bis zu mehreren Wochen (in der Krippe) dauern.

Unsere Ziele:

  • Jedes Kind bewältigt den Übergang von der Familie in die Einrichtung in seinem eigenen Tempo und bekommt deshalb für die Eingewöhnung die Zeit, die es dafür braucht.
  • Den Prozess des Überganges gestalten Erzieher*innen und Eltern gemeinsam und individuell auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt
  • Das Kind kann die Veränderungen (neue Rolle, neue Beziehungen, unterschiedliche Lebensräume) gut verarbeiten und entwickelt Handlungsoptionen für die neuen Situationen
  • Das Kind baut tragfähige Beziehungen zu den Erzieher*innen und anderen Kindern auf


Unsere praktische Umsetzung:

  • Individuelles Anmeldegespräch
  • Informationsveranstaltung für „neue“ Eltern
  • Schnuppertag für das Kind
  • Gestaffelte Aufnahme
  • Individuelle Eingewöhnung nach Absprache mit den Eltern
  • Konstante Bezugserzieher*innen zur Begleitung des Kindes in der Eingewöhnungszeit
  • Verkürzte Zeiten während der Eingewöhnung
  • Eingewöhnungsgespräch am Ende der Eingewöhnungszeit


Von einer abgeschlossenen Eingewöhnung sprechen wir, wenn das Kind zu den Erzieher*innen eine vertrauensvolle und bindungsähnliche Beziehung aufgebaut hat, sich trösten lässt und den Tagesablauf verinnerlicht hat.
Nähere Informationen zu unserem Eingewöhnungskonzept gibt es in unserem Flyer.

Der Übergang von der Krippe in den Kindergarten

Mit Vollendung des dritten Lebensjahres wechseln die Kinder von der Krippe in den Kindergarten. Die Kinder haben nun bereits Betreuungserfahrung und sind mit den Räumlichkeiten und Pädagog*innen im Haus bereits mehr oder weniger bekannt. Die Eingewöhnungszeit im Kindergarten ist deshalb in der Regel kürzer als in der Krippe, da das Kind bei seiner ersten Übergangsbewältigung bereits Handlungsoptionen erworben hat. Die Eingewöhnungszeit wird nach Absprache mit den Eltern und den Krippenerzieher*innen ebenfalls individuell, auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt, gestaltet

Unsere Ziele:

  • Die Kinder nutzen bereits erworbene Kompetenzen für die Weiterentwicklung zum Kindergartenkind
  • Die Kinder nutzen bereits erworbene soziale Kompetenzen zum Aufbau von neuen Beziehungen zu Kindern und Erwachsenen im Kindergarten
  • Die Kinder stellen sich auf den anderen Tagesablauf und die veränderten Anforderungen im Kindergarten ein und bewältigen diese
  • Die Kinder lassen sich auf neue Bildungsangebote ein
  • Die Eltern nehmen Unterschiede zwischen Krippe und Kindergarten wahr und finden sich in ihrer neuen Rolle als Kindergarteneltern zurecht


Unsere praktische Umsetzung:

  • Schnuppertag für das Kind und die Eltern
  • Freispiel im Kindergarten und Teilnahme an Aktionen / Projekten in den Monaten vor dem Übergang
  • Übergabegespräch zwischen Krippen- und Kindergartenerzieher*innen
  • Abschlussgespräch zwischen der Krippenerzieher*in und den Eltern
  • Übergabe der Entwicklungsbiografie
  • Abschiedsritual für das Kind
  • Individuelle Eingewöhnung im Kindergarten nach Absprache mit den Eltern
  • Verkürzte Zeiten während der Eingewöhnung

Der Übergang vom Kindergarten in die Schule

Kinder freuen sich in der Regel sehr auf den Wechsel vom Kindergarten in die Schule. Wenn Kinder auf vielfältige Erfahrungen und Kompetenzen aus ihrer Kindergartenzeit zurückgreifen können, bewältigen sie den Übergang in diesen neuen Lebensabschnitt mit Freude, Gelassenheit und Zuversicht.

Unsere Ziele:

  • Das Vorschulkind erwirbt Kompetenzen, die es braucht, die neuen und herausfordernden Aufgaben, die mit dem Schuleintritt verbunden sind, zu bewältigen
  • Kinder und Eltern werden langfristig auf den Übergang in die Schule vorbereitet
  • Eltern werden bei der Wahl einer geeigneten Schule beraten
  • Eltern und Kinder erhalten gesicherte Informationen und Unterstützung zur Übergangsbewältigung
  • Dialog mit Kindern, Eltern und Lehrer*innen über gegenseitige Erwartungen und neue Herausforderungen


Unsere praktische Umsetzung:

  • Beobachtung der Vorschulkinder anhand der DES (Diagnostische Einschätzskalen zur Beurteilung des Entwicklungsstandes und der Schulfähigkeit)
  • Informationsveranstaltung für Vorschul-Eltern
  • Regelmäßige Vorschule und Marburger Konzentrationstraining
  • Bewegtes Lernen
  • Individuelle Beratungsgespräche für Eltern
  • Kooperation mit der Grundschule
  • Abschiedsrituale (Abschiedsfest, Schultüte basteln)


Nähere Informationen entnehmen Sie unserem Flyer „Vorschule im Kinderhaus“

Differenzierte Lernumgebung / Arbeits- und Gruppenorganisation

Altersgemischte Gruppen
Durch die Altersmischung entsteht für das Kind eine familienähnliche Situation. In der altersgemischten Gruppe lernt das Kind unter anderem Rücksicht zu nehmen, zu teilen, zu warten, aber auch sich zu behaupten und sich einzubringen. Mit unterschiedlichen Spielpartnern sind ihm neue Spiel-, Lern- und Erfahrungsvarianten angeboten. Ältere Kinder können Jüngeren Orientierungshilfe geben. In der Gruppe erlebt das Kind seine Selbstwirksamkeit, es erfährt positives und negatives Feedback sowie Halt und ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Gruppenfähigkeit und soziale Kompetenzen werden erworben.

Teilöffnung
Während der Freispielzeit können die Kinder im Rahmen unseres teiloffenen Konzeptes auch außerhalb ihrer Gruppe vielfältige Spiel- und Lernbereiche nutzen:

  • Andere Gruppenräume
  • Piratenschiff im Foyer
  • Rollenspielzimmer
  • Ballbecken
  • Garten
  • Turnhalle
  • Lernwerkstätten


Im Rahmen des teiloffenen Konzeptes finden auch gruppenübergreifende Projekte statt, an denen die Kinder je nach Interessen teilnehmen können.

Kleingruppenarbeit
Die Arbeit in Kleingruppen ist ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Angebote. Die Zusammensetzung der Kleingruppen erfolgt nach unterschiedlichen Kriterien:

  • Altersgemischt (Spiel- oder Bastelangebot)
  • Altershomogen (Vorschule)
  • Interessensabhängig (Projekt)
  • Themenabhängig (wenn das Thema nur bestimmte Kinder der Gruppe betrifft)


Die Kleingruppenarbeit ermöglicht der Erzieher*in eine intensive Zuwendung zum einzelnen Kind. In der Kleingruppenarbeit gestaltet sich die Arbeit mit dem Kind

  • persönlicher,
  • konzentrierter,
  • individueller,
  • alters- und bedürfnis- orientierter

als in der Gesamtgruppe

Stärkenorientierter Personaleinsatz

  • Bei gruppenübergreifenden Projekten und bei der Begleitung der Kinder in den Lernwerkstätten achten wir auf stärkenorientierten Personaleinsatz. Das bedeutet für uns, dass Projekte und Lernwerkstätten von Erzieher*innen angeleitet werden, die
  • ihre persönlichen Stärken und Vorlieben,
  • spezielles Fachwissen,
  • besondere Fähigkeiten,
  • starkes Interesse am Thema

einbringen.

Wir sind der Meinung, dass Bildungsprozesse besonders gut gelingen, wenn die Erzieher*innen, die diese Angebote initiieren, selbst starkes Interesse und große Fachkompetenz einbringen können.

Raumkonzept und Materialvielfalt

Im Rahmen unseres Partizipationskonzeptes werden die Kinder an der Gestaltung der Räume und bei der Materialauswahl miteinbezogen.

Die Kinder

  • haben im Gruppenraum eine Eigentumsschublade zur Aufbewahrung persönlicher Dinge
  • gestalten den Geburtstagskalender in der Gruppe
  • beteiligen sich an der Dekoration der Räume
  • entscheiden bei der Zweckbestimmung der Spielbereiche mit (Rollenspielecke, Bauecke, Maltisch, Bilderbuchecke)
  • suchen in der Bibliothek die Bücher für die Leseecke aus
  • suchen die Tischspiele aus, die ins Regal kommen
  • gestalten selbst Tischspiele oder Spielmaterial für die Bauecke (selbstgemachte Puzzle oder selbst gesägte Bauernhoftiere)


Die Bedürfnisse und Interessen der Kinder fließen bei uns sehr stark in die Raumgestaltung mit ein. So kann es sein, dass während eines Projektthemas die Rollenspielecke in einen Zirkus oder einen Flughafen umgewandelt wird.
Neben den zweckbestimmten Spielmaterialien bieten wir den Kindern auch Haushaltsgegenstände und Naturmaterialien zum Spielen, Experimentieren und Forschen an.

Die Materialien sind übersichtlich und ansprechend. Sie werden regelmäßig ausgetauscht, um den Kindern immer wieder neue Impulse und Anregung zur aktiven Auseinandersetzung mit den Spiel– und Lernmaterialien zu geben.
Durch Beobachtungen und im Dialog mit den einzelnen Kindern, aber auch in der Kinderkonferenz erfahren die Erzieher*innen, wo die Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse der Kinder liegen und können so Räume und Materialangebot adäquat gestalten.

Wir legen großen Wert darauf, dass die Materialien hochwertig und ansprechend sind. Die Materialien werden so präsentiert, dass sie die Kinder zum selbstorganisierten Spielen und Lernen einladen (offene Regale, offene Materialkisten oder Körbe).
Das Ordnungssystem der Materialien ist in allen Räumen kindgerecht. Erzieher*innen und Kinder sind zusammen für die Ordnung in den Räumen verantwortlich.

Der Tagesablauf in unserer Einrichtung

Tagesablauf Im Kindergarten:

Bringzeit7.30h-8.30h
Freispiel, gleitende Brotzeit7.30h-11.00h
Kleingruppenarbeit, Einzelförderung, Projektarbeit,
Therapieangebote, Raus-Geh-Haus
9.00h-11.00h
Stuhlkreis11.00h-11.30h
Gartenab 11.30h, Abholzeit: 12.15h-12.30h 
Mittagessen
Ruhezeit
12.30h
bis 13.45h, Abholzeit: 13.50h-14.00h
Nachmittagsbetreuung
Freispiel, Raus-Geh-Haus, Garten
Abholen 14.30h-16.00h

Tagesablauf In der Krippe:

Bringzeit7.30h-8.30h
Freispiel, gleitende Brotzeit7.30h-11.00h
Kleingruppenarbeit, Einzelförderung, Projektarbeit,
Therapieangebote, Freispiel, Garten
9.00h-11.00h
Mittageskreis11.00h-11.30h
Mittagessen11.30h, Abholzeit: 12.15h-12.30h 
Ruhezeit / Schlafen12.00h-13.45h, Abholzeit: 13.50h-14.00h
Nachmittagsbetreuung
Freispiel, Raus-Geh-Haus, Garten
Abholen 14.30h-16.00h

Freispiel

Eine besondere Bedeutung im Tagesablauf hat das Freispiel. Das Freispiel ist die elementarste, kindgerechteste Form des Lernens.
Freispiel bedeutet, das Kind

  • sucht sich Spielpartner, Spielort, Spielmaterial selbst aus
  • bestimmt die Dauer und den Verlauf des Spiels
  • sucht sich das Beschäftigungsmaterial nach seinen eigenen Bedürfnissen und Interessen aus
  • kann seinem Bedürfnis nach Ruhe oder Bewegung individuell nachgehen
  • kann vielfältige Spiel- und Lernerfahrungen mit allen Sinnen machen
  • alleine, in der Kleingruppe oder mit der Erzieher*in spielen und lernen

Mittagessen

Die Krippenkinder essen um 11.30h, die Kindergartenkinder ab 12.30h.
Im Sinne der Partizipation entscheiden die Kinder selbst, was und wie viel sie essen möchten.
Beim Mittagessen legen wir Wert auf Tischkultur und Essmanieren. Die Kinder werden, ihrem Alter gemäß angeleitet, mit Besteck zu essen. Tischgespräche gehören selbstverständlich dazu.

Mittagsruhe

Da der Tagesablauf für alle Kinder sehr anstrengend ist, gehört die Mittagsruhe für Kinder, die mehr als 6 Stunden in der Einrichtung verbleiben, selbstverständlich dazu.
Die Krippenkinder ruhen zwischen 12.00h und 14.00h, die Kindergartenkinder ab 13.00h für ungefähr eine halbe Stunde. Das individuelle Schlafbedürfnis der Kinder wird dabei berücksichtigt.
Die Krippenkinder liegen in den Ruheräumen in „eigenen Betten“. Das Bettzeug sowie die Bettwäsche stellt die Einrichtung zur Verfügung.
Ein Kuscheltier von Zuhause, das im Kinderhaus bleibt, erleichtert das Einschlafen. Die Kindergartenkinder ruhen entweder auf Matten im Nebenraum oder nehmen an einem Entspannungsangebot (Mandala, Fantasiereise, Entspannungsübung) teil.
Die Kinder, die im Kindergarten ruhen, bringen dafür von zu Hause eine Decke, ein Kissen und ein Kuscheltier in einem Stoffbeutel mit.

Klare und flexible Tages- und Wochenstruktur

Bei der Gestaltung des Tagesablaufes ist es uns wichtig, dass sich Konzentrationsphasen und Entspannungsphasen abwechseln. Ebenso achten wir darauf, dass es einen Wechsel zwischen freien, selbstbestimmten Spiel- und Lernangeboten und angeleiteten Aktionen gibt.
Eine klare Tages- und Wochenstruktur vermittelt Kinder ein Gefühl von Verlässlichkeit und Sicherheit und erleichtert ihnen die Orientierung.
Von der Routine des Alltags weichen wir jedoch auch mal ab, wenn spontan Flexibilität erforderlich ist. Das kann der Fall sein, wenn die Kinder zum Beispiel gerade an einem anderen Thema interessiert sind als dem geplanten oder wenn sie gerade in ein intensives Rollenspiel vertieft sind, die Erzieher*in aber ein Bastelangebot geplant hat. Hier wird sie das Angebot zugunsten des intensiven Spiels zurückstellen.

Interkulturelle Kompetenz:

Die Kinder haben in der Gruppe die Möglichkeit, gemeinsam mit den Pädagoginnen die eigene Kultur, Werte und Normen zu reflektieren und andere kennen zu lernen. In unserer Einrichtung betreuen wir Kindern mit unterschiedlicher Herkunft. Die Kinder lernen, als Schlüsselkompetenz für eine multikulturelle Gesellschaft, dass es wichtig ist, sich unvoreingenommen mit anderen Sitten, Werten und Einstellungen zu beschäftigen.
Jeder Mensch ist einzigartig – unabhängig von seiner Herkunft, seiner Sprache, seinem Geschlecht und seinem Aussehen und hat ein Recht auf Wertschätzung und Akzeptanz.

Partizipation:

Partizipation wird im „Windradl“ als individuelles Recht und als soziale Verantwortung gelebt. Kinder erfahren, dass sie gebraucht werden und dass ihre Ideen wichtig sind. Sie lernen ihre individuellen Rechte kennen, machen erste Erfahrungen mit Demokratie und üben sich in der Übernahme von Verantwortung für die Gemeinschaft. Partizipation bedeutet, Kinder in Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen und sie an Entscheidungen zu beteiligen. Sie setzt voraus, dass Beteiligungsmöglichkeiten bereitgestellt werden und dass die Pädagog*innen die Kinder beim Erwerb von Beteiligungskompetenz unterstützen. Es geht darum, Kindern Zeit und Raum zur Äußerung zu zugestehen und es ihnen zu ermöglichen, ihre Lebens- und sozialen Nahräume aktiv mitzugestalten. Die Kinder erleben, dass sie Einfluss haben. Im „Windradl“ gibt es viele kindgerechte Beteiligungsformen, zum Beispiel:

  • die Kinderbefragung,
  • die Kinderkonferenz oder den Zaubersteinkreis,
  • Zeichen- und Malprojekte,
  • die Alltagsbeteiligung bei der Entscheidung über Projekte, Feste, Ausflüge oder Speiseplanung.

Transparente Bildungspraxis – Bildungs- und Entwicklungsdokumentation für jedes Kind

Beobachtung und Dokumentation der Entwicklung, des Lernens und des Verhaltens von Kindern bilden eine wesentliche Grundlage für unsere pädagogische Arbeit. Sie geben Einblick in Lern- und Entwicklungsprozesse und sind hilfreich, um die Qualität von pädagogischen Angeboten festzustellen und weiterzuentwickeln.
Die Beobachtungen und deren Dokumentation dienen auch als Basis für die Entwicklungsgespräche mit den Eltern und der Ergebnissicherung.
Neben der freien Beobachtung eines jeden Kindes, die wir vorrangig zur Dokumentation von Projekten oder für Lerngeschichte der Kinder im Rahmen ihrer Entwicklungsbiografie aber auch in der kollegialen Beratung und bei Elterngesprächen nutzen, kommen auch standardisierte Beobachtungs- und Entwicklungsbögen zum Einsatz.

Beobachtungsbögen

Die Beobachtung jedes Kindes und die Dokumentation anhand der standardisierten Beobachtungsverfahren sind gesetzlich verpflichtend.
Folgende Beobachtungsbögen setzen wir ein:

In der Krippe:

  • Auf einen Blick! Der Beobachtungsbogen für Kinder unter drei Jahren
  • Entwicklungsdokumentation nach Petermann / Petermann


In der Krippe gibt es noch keine gesetzlich vorgeschriebenen Beobachtungsverfahren. Im BEP ist lediglich eine Pflicht zur Beobachtung und Dokumentation formuliert.

Im Kindergarten:

  • Sismik zur Überprüfung von Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Kindern mit Migrationshintergrund und als Grundlage zur Überprüfung der Notwendigkeit einer Teilnahme am Vorkurs DeutschSeldak zur Überprüfung der Sprachentwicklung bei Kindern mit Muttersprache Deutsch. Dokumentationspflicht ab dem ersten Halbjahr des vorletzten Kindergartenjahres.
  • Kompik zur Überprüfung der Entwicklung und der Kompetenzen von Kindern im Alter zwischen 3,5 und 6 Jahren mit Fragen aus insgesamt elf Kompetenz- und Interessensbereichen. Ressourcen und Stärken des Kindes stehen hier im Vordergrund.


Diese Beobachtungsverfahren wurden vom Staatsinstitut für Frühpädagogik entwickelt, wissenschaftlich fundiert und förderrelevant.

  • DES (Diagnose-Einschätz-Skala) zur Überprüfung der Schulfähigkeit in achtundzwanzig Bereichen (Auge-Hand-Koordination, Auditive Wahrnehmung, Händigkeit, Aufgabenverständnis,…)


Dieses Beobachtungsverfahren führen wir zusätzlich durch, um Kinder in ihrem letzten Kindergartenjahr entsprechend ihrer Bedürfnisse und ihres Entwicklungsstandes individuell und gezielt fördern zu können und eine fundierte Grundlage für die Beratungsgespräche mit den Eltern bezüglich Einschulungstermin und Schulform zu haben.

Die Ergebnisse der Beobachtungsverfahren werden den Eltern im Rahmen von Entwicklungsgesprächen zur Verfügung gestellt. Der Nachweis der Durchführung der Beobachtungen wird aus förderrechtlichen Gründen fünf Jahre lang archiviert, die Beobachtungsbögen werden aus datenschutztechnischen Gründen vernichtet, wenn das Kind die Einrichtung verlässt.
Neben den standardisierten Beobachtungsverfahren nutzen wir die freie Beobachtung. Die Dokumentation erfolgt in der Entwicklungsbiografie des Kindes und wird als Portfolioarbeit bezeichnet.

Portfolio

Das Portfolio ist eine individuelle Dokumentation der Bildungsprozesse des Kindes in der Einrichtung. Hierbei handelt es sich um eine stärken – und ressourcenorientierte Dokumentationsform. An der Erstellung des Portfolios ist das Kind aktiv beteiligt.

Das Portfolio beinhaltet:

  • Bilder und Bastelarbeiten des Kindes
  • Fotos zu Entwicklungsschritten oder besonderen Momenten während seiner Zeit in der Einrichtung
  • Kinderinterviews
  • Dokumentationen in Schrift und Bild von Projekten, an denen das Kind teilgenommen hat
  • Bildungs- und Lerngeschichten über das Kind


Das Portfolio ist für jedes Kind in einem Ordner angelegt und wird von den Erzieher*innen über die gesamte Betreuungszeit aktualisiert. Je nach Alter und Entwicklungsstand beteiligen sich die Kinder selbst an der Gestaltung des Portfolios. Sie entscheiden auch mit, was im Portfolio abgeheftet werden soll und wer das Portfolio sehen darf (Selbstbestimmung).
Die kindgerechte und individuelle Gestaltung der Inhalte unterstützt die Kinder dabei, ihre eigenen Entwicklungsschritte wahrzunehmen. Dadurch gelingt es ihnen, Entwicklungsschritte nachzuvollziehen und über ihr eigenes Lernen nachzudenken.
Die Portfolioordner können von den Eltern jederzeit nach Absprache mit den Erzieher*innen eingesehen werden. Aus Datenschutzgründen werden sie außerhalb der Kernzeit im Schrank eingeschlossen.

Beim Wechsel von der Krippe in den Kindergarten und beim Übergang in die Grundschule erhalten die Kinder ihr Portfolio aus dem jeweiligen Bildungsbereich.

Weitere Dokumentationsformen in unserer Einrichtung:

  • Projektdokumentationen (Projektmappen, sprechende Wände, digitaler Bilderrahmen)
  • Malmappen des Kindes, Vorschulmappen
     

Marte Meo

In unserer Einrichtung arbeiten wir auch mit der Marte-Meo-Methode. Hierbei handelt es sich um eine videogestützte Beobachtungsmethode. Entwickelt wurde die Methode in den späten 1970er und den frühen 1980er Jahren von der Niederländerin Maria Aarts. Sie war der Auffassung, dass es Erziehungsberatern mit der allgemein üblichen Methode des aufklärenden Gesprächs immer wieder schwerfällt, Eltern und Erzieher*innen für die Erziehung hilfreiche wissenschaftliche Erkenntnisse zu vermitteln, da die Erziehenden Schwierigkeiten haben, die oft sehr abstrakte pädagogische Fachsprache zu verstehen, die Relevanz der Erkenntnisse im Alltag zu erkennen und diese praktisch anzuwenden.

Sie entwickelte und erprobte daraufhin eine Methode, bei der alltägliche Situationen zwischen Erziehenden und Kind per Video aufgezeichnet, analysiert und anschließend als Informationsquelle und als Erklärungsmittel bei der Beratung genutzt werden. Dabei sollen die Stärken der Handelnden systematisch erkannt und hervorgehoben werden, aus denen man die Kraft schöpfen soll, Erziehungsprobleme aktiv zu beseitigen. Im Vordergrund stehen dabei die Verbesserung der Kommunikation zwischen Erziehenden und Kindern sowie die Unterstützung der Entwicklung durch bewusste Erfahrungselemente. (siehe www.wikipedia.org/wiki/Marte_Meo)

Unsere Marte-Meo Fachkraft für das ganze Haus ist Frau Katrin Gretscher. Ihre Aufgaben sind:

  • Teilnahme an Gruppenteamsitzungen zur Abklärung des Bedarfs
  • Beratung und fachliche Begleitung der Erzieher*innen
  • Unterstützung bei Entwicklungsgesprächen mit Eltern oder Fachdiensten
  • Durchführung, Analyse, Dokumentation und Nachbesprechung der Videogestützten Beobachtung für einzelne Kinder

Angebotsvielfalt – vernetztes Lernen in Alltagssituationen und Projekten im Fokus

Im „Windradl“ gibt es eine große Angebotsvielfalt.

Die Kinder lernen

  • in Alltagssituationen (Wie ziehe ich mich an? Wie decke ich einen Tisch? Wie tröste ich meinen Freund?)
  • im Freispiel (in Rollenspielen, beim Bauen und Konstruieren, beim Gestalten am Maltisch). Das Lernen erfolgt hier selbstbestimmt.
  • in Ko-Konstruktion (Philosophieren, Gespräche in einer Lerngruppe zu bestimmten Themen, beim Lösen von Gemeinschaftsaufgaben)
  • in den Lernwerkstätten (hier findet sowohl selbstbestimmtes als auch von der Erzieher*in angeleitetes Lernen statt)
  • bei der Einzelförderung (Dialogische Bilderbuchbetrachtung, Sprachförderung)
  • in Projekten (diese können sowohl gruppenintern als auch gruppenübergreifend stattfinden

Projektarbeit

In unserer Einrichtung steht die Projektarbeit im Vordergrund. Dies bedeutet:

  • Ideen und Anstöße für Themen kommen in erster Linie von den Kindern bzw. sind an den Bedürfnissen der Kinder orientiert.
  • Ein Projekt kann alles sein, was sich auf die Erfahrungswelt der Kinder bezieht (z.B. Themen aus Familie, Umwelt, Technik, Gefühlswelt der Kinder...).
  • Kinder werden so weit wie möglich in die Planung mit einbezogen.
  • Tiefe und Umfang des Projektes bleiben zunächst offen (der Weg ist wichtiger als das Ergebnis).
  • Erzieher*innen und Kinder verstehen sich selbst als „Forschende“. Hierbei werden die lernmethodischen Kompetenzen besonders gefördert.
  • Gemeinsam stellen wir uns die Fragen: „Was will ich wissen?“ (Inhalt), „Wie finde ich Informationen?“ (Prozess), „Wozu wollen wir das wissen?“ (Struktur). Diesen Fragen gehen wir im Forschen, Probieren, Entdecken und Experimentieren auf den Grund.
  • Der Verlauf des Projektes und die Ergebnisse werden dokumentiert und zum Abschluss mit den Kindern ausgewertet.


Hierbei ist es wichtig, dass Kinder ein Bewusstsein und Selbstverständnis für Lernprozesse entwickeln und erfahren, dass Lernen ein lebenslanger Prozess ist.

Vernetzte Umsetzung der Bildungs- und Erziehungsbereiche

Bildungsbereich „Sprachliche Bildung und Medienkompetenz“

Unsere Ziele:

  • Die Kinder haben Freude am Umgang mit Sprache und können, in Mutter- und hochdeutscher Sprache eigene Bedürfnisse und Empfindungen ausdrücken, sowie Erlebnisse und Gedanken mit anderen austauschen und einfache Zusammenhänge schildern.
  • Die Pädagoginnen unterstützen die Kinder dabei Wortschatz, Begriffs- und Lautbildung, Satzbau und sprachliche Abstraktion entsprechend ihrem Entwicklungsstandes zu erweitern und zu vertiefen.
  • Die Entwicklung von Interessen und Kompetenzen rund um Bücher und Buchkultur, Schreiben und Schriftkultur wird geweckt.
  • Der Erwerb von Medienkompetenz unterstützt die Kinder dabei, mit Medien bewusst und kontrolliert umzugehen.

Unsere praktische Umsetzung:

  • Alltagsintegrierte Sprachförderung durch Gespräche, freies Erzählen, Reime, Lieder, Finger- und Singspiele
  • Spiele mit Sprache und Stimme
  • Würzburger Trainingsprogramm zum Erwerb der Schriftsprache
  • Einzelförderung bei Kindern mit Sprach- und Sprachauffälligkeiten (soweit es in unserer Kompetenz liegt!)
  • Einsatz von Diareihen, Filmen, CDs, etc.
  • Vorkurs Deutsch
  • Schreibwerkstatt

Bildungsbereich „Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung“

Unsere Ziele:

  • Die Kinder verarbeiten Eindrücke und Erlebnisse aus der Umwelt im Gestalten. Hierbei können sie Ängste abbauen und Gefühle ausdrücken.
  • Die Kinder verfeinern im spielerischen Umgang mit Materialien und Objekten ihre sinnliche Wahrnehmung.
  • Die Kinder bekommen Zugang zum planenden Gestalten und erleben die Beschaffenheit und Gesetzmäßigkeit verschiedener Materialien.
  • Durch das eigene Tun wird die Lern- und Experimentierfreude der Kinder gesteigert.
  • Die Kinder erleben Wertschätzung, Anerkennung, Spaß, Freude und Gestaltungslust als Voraussetzung für kreatives, fantasievolles Spielen, Arbeiten und Lernen.
  • Sich mit historischer und zeitgenössischer Kunst sowie mit Kunst aus anderen Kulturkreisen auseinandersetzen.
  • Die Kinder entwickeln ein Grundverständnis darüber, dass „schön“ und „hässlich“ eine subjektive Wahrnehmung und entscheidend geprägt vom sozialen, familiären und kulturellen Umfeld ist.

Unsere praktische Umsetzung:

  • Aufgreifen von Ideen der Kinder und Unterstützung bei der Verwirklichung der Ideen.
  • Möglichkeiten zum Experimentieren mit unterschiedlichen Materialien, Werkzeugen und Techniken im Freispiel, bei gezielten Angeboten und im Künstleratelier.
  • Zeit und Raum zur Entfaltung von Fantasie und Kreativität.
  • Bildbetrachtungen und Bildinterpretationen.
  • Museums – und Theaterbesuche.
  • Verschiedene Rollenspielbereiche mit Utensilien des praktischen Lebens.
  • Angeleitete Rollenspiele zu bestimmten Themen (Familie, Gefühle etc.)

Bildungsbereich „Musik und Bewegung“

Unsere Ziele:
Die Kinder

  • erfahren Spaß an Musik und Bewegung und haben Raum für ihre natürliche Bewegungsfreude.
  • entwickeln körperliche Geschicklichkeit und Sicherheit sowie Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit.
  • stärken ihre Grob- und Feinmotorik.
  • setzen Musik aus eigenen und anderen Kulturkreisen bildnerisch und gestalterisch mit Freude um.
  • üben Rücksichtnahme, Fairness, Verantwortungsbereitschaf, Kooperationsfähigkeit und Regelverständnis bei Gruppen- und Wettspielen.
  • erfahren, dass Bewegung wichtig ist für das körperliche und psychische Wohlbefinden.
  • erwerben Wissen um den sachgerechten Umgang mit Spielobjekten und Sportgeräten sowie Musikinstrumenten.

Unsere praktische Umsetzung:

  • Das Angebot von thematischen Liedern und Klanggeschichten, Singspielen und Tänzen.
  • Regelmäßige Turn- und Rhythmikstunden sowie offene Bewegungsbaustellen.
  • Den Einsatz von Orff-Instrumenten.
  • Fantasiereisen und Entspannungsübungen.
  • Ein vielseitiges Bewegungsangebot im Freispiel (Ballbecken, Hüpfpferde, Fahrzeuge etc.).

Bildungsbereich „Natur- und Umweltverständnis“

Unsere Ziele:
Die Kinder

  • erleben die Natur bewusst und lernen sie somit zu schützen und zu lieben.
  • lernen, Verantwortung für Tiere und Pflanzen zu übernehmen.
  • werden zu ökologisch verträglichem Handeln motiviert.
  • sammeln vielfältige Erfahrungen in ihrem Lebensumfeld (Technik, Berufe).
  • entdecken mit allen Sinnen die Welt.
  • beobachten der jahreszeitlichen Veränderungen der Natur in Garten, Wald und Flur.

Unsere praktische Umsetzung:

  • Erkundungsgänge und Ausflüge in die nähere Umgebung des Kindergartens sowie regelmäßige Waldwochen
  • Kennen lernen verschiedener Tiere und ihrer Lebensweisen
  • Anlage und Pflege der Gartenbeete sowie Naturspielecken
  • Experimentieren und Werken mit Naturmaterialien
  • Ernten und Verarbeiten von Obst und Gemüse
  • Kennen lernen öffentlicher Einrichtungen und Berufe (Feuerwehr, Rathaus, Schule etc.)
  • Nachhaltige Bildung und Erziehung (Müllvermeidung, sparsamer Umgang mit Energie wie Wasser und Strom).

Bildungsbereich „Mathematische Bildung“

Unsere Ziele:
Die Kinder

  • gewinnen durch reale Erfahrungen mit Zahlen, Mengen und Formen Interesse an mathematischen Inhalten und entwickeln eine Zählkompetenz.
  • Schulen ihre Raum- Lage-Wahrnehmung, sowie ihr räumliches
  • Vorstellungsvermögen und erlangen eine grundlegende Auffassung von Raum und Zeit.
  • gewinnen ein Verständnis für Zahlen als Ausdruck für Menge, Länge, Gewicht, Zeit oder Geld.
  • erlangen ein Grundverständnis über Relationen (wie oft, wie viel, wie viel mehr...).
  • entwickeln Problemlösungsstrategien.
  • kennen Grundbegriffe der zeitlichen Ordnung (vorher, nachher, Monatsnamen, Tage).
  • Kennen mathematische Werkzeuge und deren Gebrauch.

Unsere praktische Umsetzung:

  • Arbeitsblätter mit mathematischen Inhalten
  • Bereitstellen von Materialien im Freispiel wie Rechenschieber, Zähltürme, geometrische Figuren
  • Regelspiele mit mathematischen Inhalten
  • Bewegungsspiele, z.B. Rhythmik mit Reifen zum Thema „Kreis“
  • Mathematik im Alltag erleben (z.B. beim Einkaufen, beim Backen)
  • Materialien mit mathematischen Inhalten in der Lernwerkstatt

Bildungsbereich „Naturwissenschaftliche und technische Bildung “

Unsere Ziele:
Die Kinder

  • führen Experimente selbständig durch.
  • lernen, durch Versuchsreihen eigene Lösungen zu finden.
  • entwickeln ihre Wahrnehmungs- und Differenzierungsfähigkeit.
  • kennen Materialien aus dem wissenschaftlichen Bereich (Pipetten, Reagenzglas etc.).
  • lernen Naturgesetze kennen.
  • erwerben Wissen über Berufsbilder aus dem naturwissenschaftlichen Bereich und die Auswirkungen der Technik auf die Umwelt und auf die Lebens- und Berufswelt.

Unsere praktische Umsetzung:

  • Einsatz von Materialien mit technischen und naturwissenschaftlichen Themen in der Lernwerkstatt
  • Experimente mit verschiedenen Materialien, Stoffen und Gesetzmäßigkeiten aus der unbelebten Natur
  • Einbeziehen von Eltern mit naturwissenschaftlichen Berufen
  • Bereitstellen von Kinderliteratur und anderen Medien zu naturwissenschaftlichen und technischen Themen
  • Freies und angeleitetes Werken
  • Bauen und Konstruieren mit unterschiedlichen Materialien
  • Projekte zu den MINT-Themen im Rahmen
  • Zertifizierung zum „Haus der kleinen Forscher“

Bildungsbereich „Ethische und religiöse Bildung und Erziehung“

Unsere Ziele:
Die Kinder

  • lernen zentrale Elemente der christlich-abendländischen Kultur und anderer Kulturkreise kennen.
  • begegnen verschiedenen Religionen offen.
  • entwickeln ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Wertigkeit der eigenen Person und der Wertigkeit anderer Menschen sowie der Umwelt. Sie bringen in diesem Zusammenhang Mitgefühl und Einfühlungsvermögen auf.
  • entwickeln die Kraft, mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen.
  • feiern religiöse Feste und entdecken Zusammenhänge mit dem eigenen Leben.

Unsere praktische Umsetzung:

  • Religiöse Feste (St. Martin, Nikolaus...) feiern
  • Mandalas malen
  • Meditationen
  • Philosophieren mit Kindern
  • Erfahrungen des Werdens und Vergehens in der Natur
  • Gespräche über Werte und Sinnfragen
  • Vermittlung von humanistischen Werten (Teilen, Helfen, Rücksichtnahme...)

Bildungsbereich „Körper- und Gesundheitsbewusstsein“

Unsere Ziele:
Die Kinder

  • nehmen Signale des eigenen Körpers wahr und kennen ihre Körperteile und Organe.
  • erleben Essen als Genuss mit allen Sinnen.
  • eignen sich Wissen über gesunde Ernährung und die Folgen ungesunder Ernährung an.
  • erwerben ein Grundverständnis über die Bedeutung von Hygiene und Körperpflege.
  • lernen wirksame Strategien im Umgang mit Stress kennen. Dazu gehören auch verschiedene Entspannungstechniken.
  • erkennen mögliche Gefahrenquellen und können diese einschätzen.
  • erwerben ein Grundwissen über richtiges Verhalten bei Unfällen und im Brandfall.

Unsere praktische Umsetzung

  • Anleitung zu Hygienemaßnahmen
  • Projektwochen zu den Themen Brandschutz, Erste Hilfe und Gesundheit
  • Entspannungsübungen (Phantasiereisen, Yoga, Massagen...)
  • Wöchentliches Turnen, Bewegungsangebote, Bewegung an der frischen Luft
  • Bewegungsbaustelle
  • Verkehrserziehung
  • Suchtprävention
  • •Gemeinsame Nahrungszubereitung

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern

Die Zusammenarbeit mit den Eltern sowie die Beratung und Begleitung von Eltern ist ein wichtiger Bestandteil und ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Das Kinderhaus ist eine Familienunterstützende und -ergänzende Institution. Team und Eltern sind in unserem Kinderhaus Erziehungspartner und können nur in Zusammenarbeit optimale Bildungs- und Erziehungsangebote für die Kinder verwirklichen. Das setzt voraus, dass sich nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern in unserer Einrichtung wohlfühlen. Im Rahmen unseres Partizipationskonzeptes haben Eltern unterschiedliche Möglichkeiten, sich in der Gestaltung der Angebote für Familien aktiv einzubringen.

Unsere Bildungs- und Beratungsangebote für Eltern:
Elternabend

Zu verschiedenen Anlässen und Themen finden regelmäßig gruppeninterne oder gruppenübergreifende Elternabende statt.

Informationsveranstaltungen
Zusätzlich werden Informationsveranstaltungen für die Eltern der zukünftigen Kindergarten-, Krippen- und Vorschulkinder angeboten.
Auch zu den Projekten „Emotionale Intelligenz“, „Marte Meo“ und „Marburger Konzentrationstraining“ gibt es jährliche Informationsveranstaltungen.
Die Veranstaltungen findet vormittags, nachmittags oder abends statt – die Eltern entscheiden, welcher Zeitpunkt der günstigste ist (Mehrheitsentscheid).

Elterngespräche
Regelmäßige Gespräche zwischen Erzieherinnen und Eltern über die Entwicklung des Kindes finden nach individueller Terminabsprache statt.

Schulfähigkeitsgespräch
Mit den Eltern der Vorschulkinder gibt es ein ausführliches Entwicklungsgespräch, bei dem die Ergebnisse der DES (Diagnose- Einschätzskala) besprochen werden.

Weitergehende Beratungsgespräche
Wir helfen Ihnen bei der Kontaktaufnahme zu Logopäden, Erziehungsberatungsstelle, Ergotherapeuten oder Fachärzten.

Sprechstunde der Kindergartenleitung
Die Leitung, Frau Länger, steht dienstags bis donnerstags zwischen 7.30 Uhr und 16.30 Uhr für Gespräche zur Verfügung.
Die stellvertretende Leitung, Frau Huber, ist täglich von 8.30h bis 12.00h erreichbar.
Um telefonische, bzw. persönliche Voranmeldung wird gebeten!

Tür- und Angelgespräche
Während der Bring- und Abholzeit ist stets Platz für einen kurzen Informationsaustausch zwischen Eltern und Erzieher*innen über Ereignisse aus dem Umfeld der Kinder.

Elternbeirat
Der Elternbeirat hat die Aufgabe, die Zusammenarbeit zwischen Team, Eltern, Träger und Grundschule zu fördern und plant und organisiert Aktionen und Feste im Jahreslauf. (z. B. Weihnachtsmarkt, Fotografentermin...) in Zusammenarbeit mit dem Kinderhausteam.
Im Sinne der Partizipation können alle Eltern, die sich aktiv mit Ideen und Taten in die Jahresplanung einbringen möchten, Mitglied werden.

Zukunftswerkstatt Erziehungspartnerschaft
In regelmäßigen Abständen bieten wir für alle interessierten Eltern einen Workshop an, in dem Wünsche, Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten im Bezug auf die Angebote für Familien gemeinsam diskutiert und realisiert werden.


Unser zusätzliches Informationsangebot für Eltern
Familienzeitung „Windradl“
Monatlich erscheint das „Greifenberger Windradl", unsere Familienzeitung mit allgemeinen Anregungen, wichtigen Terminen und aktuellen Informationen.
Bitte unbedingt immer lesen!

Projektdokumentation
Sämtliche Projekte werden von uns in Form einer Projektmappe dokumentiert. Das jeweils aktuelle Projekt kann bei Interesse in der Elternecke eingesehen werden.

Informationsecken
Aktuelle gruppeninterne Informationen finden Sie an der Pinnwand vor Ihrer Gruppe. An unserer „Windrad“ im Foyer gibt es interessante Informationen, die jeden angehen, z.B. Veranstaltungshinweise, Krankheitsanzeigen, Termine und Aktuelles.
Bitte regelmäßig vorbeischauen.

Unsere Angebote für die ganze Familie

„Bewegtes Lernen“
Unter dem Motto „Bewegtes Lernen“ beschäftigen sich Kinder, Eltern und Erzieher*innen in Kleingruppen mit verschiedenen Förderschwerpunkten. Nähere Informationen finden Sie in unserem Flyer „Bewegtes Lernen“.

Mitmachtag
Ab Weihnachten besteht für alle Eltern die Möglichkeit, einen Vormittag in der Gruppe ihres Kindes mitzuerleben.
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Ihrem Gruppenteam an!

Familienfest
Um das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppe und den Kontakt zwischen den Familien zu fördern, veranstalten wir Familienfeste (Picknick, Theaterfest etc.)

Schnuppertag
Bevor die „neuen" Kinder ins „Windradl“ kommen, haben sie zusammen mit ihren Eltern die Gelegenheit, nach Terminvereinbarung, an einem Vormittag ihre zukünftige Gruppe zu besuchen.

Eltern- Kind Aktionstag
In regelmäßigen Abständen veranstalten wir gruppenübergreifende Aktionstage für Eltern und Kinder. Eine Erzieher*in aus jeder Gruppe bereitet, aus den verschiedenen Lernbereichen (z. B. Werken, Sinneserfahrung, musische Erziehung, ...) ein besonderes Angebot vor. Die Angebote, von den Teilnehmern frei gewählt, finden außerhalb der Gruppen in verschiedenen Räumen statt.

Feste und Veranstaltungen im Jahreslauf
In Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat organisieren wir auch Veranstaltungen für die Familien der gesamten Einrichtung. Das kann ein Sommerfest, ein Sportfest ein Familienausflug, ein Maifest oder ein Adventsnachmittag sein.


Veranstaltungen mit unseren Kooperationspartnern

Sankt Martin
Das Sankt- Martinsfest feiern wir in Kooperation mit der Kirchengemeinde Greifenberg. Nach dem Gottesdienst in der Kirche gibt es einen Laternenumzug durch das Dorf mit anschließendem Umtrunk am Pater-Rupert- Mayer-Haus.
Der Elternbeirat verteilt dort von Eltern gebackene Martinsgänse. Der Erlös kommt zum Beispiel dem Kinderhospiz München zugute.

Christkindlmarkt
Wir beteiligen uns am Christkindlmarkt des Seniorenheimes Theresienbad. Dort betreibt der Elternbeirat einen Stand mit von Eltern und Kindern hergestellten Dingen. Der Erlös kommt dem Kinderhaus zugute. Außerdem beteiligen sich die Kinderhauskinder mit einem Weihnachtschor.


Unsere Erwartungen an die Eltern

Im Kinderhaus haben die Eltern sehr viel Gelegenheit sich zu informieren und sich mit eigenen Ideen oder Mitwirken einzubringen (bei Festen, bei Projekten, beim Angebot von Informationsveranstaltungen)
Unser Anliegen ist eine größtmögliche Transparenz unserer Arbeit und eine gewinnbringende Zusammenarbeit beider Erziehungspartner zum Wohle des Kindes.
Wir erwarten von den Eltern

  • Informationen über die aktuelle Befindlichkeit des Kindes (Gesundheit, Konflikte, besondere Vorkommnisse).
  • rechtzeitiges Abmelden im Krankheitsfall.
  • pünktliches Bringen und Abholen.
  • lesen der Aushänge an den Infowänden vor der Gruppe und im Foyer.
  • Entnahme der Elternpost in den Poströhren.
  • wettergerechte Kleidung des Kindes.
  • offenen Austausch (Nachfragen bei Unklarheiten, Ansprechen von Wünschen oder Kritik).

Bildungspartnerschaften mit außerfamiliären Partnern Unsere Kooperationspartner:

Zwischen dem Kindergarten und der Grundschule Windach besteht ein Kooperationsvertrag.
Gesetzliche Grundlage hierfür sind die „Bayerischen Bildungsleitlinien“.
„Als erster gemeinsamer verbindlicher Orientierungs- und Bezugsrahmen für alle außerfamiliären Bildungsorte, die Verantwortung für Kinder bis zum Ende der Grundschulzeit tragen, schaffen die Leitlinien eine Grundlage für einen konstruktiven Austausch. „
Sie

  • definieren ein gemeinsames Bildungsverständnis (basierend auf UN-KRK 1992, UN-BRK 2009 und EQR2008 / DQR2011),
  • entwickeln eine gemeinsame Sprache und
  • ermöglichen dadurch Kontinuität und Anschlussfähigkeit im Bildungsverlauf.

Im Zentrum der Bildungsleitlinien stehen

  • das Kind als aktiver, kompetenter Mitgestalter seiner Bildung und Entwicklung,
  • die Familie als wichtigster, einflussreichster Bildungsort sowie
  • die Kooperation und Vernetzung aller Bildungsorte als Partner in ihrer gemeinsamen Verantwortung für das Kind.“

(www.ifp.bayern.de/imperia/md/content/stmas/ifp/fachkongress/poster_baybl.pdf)

Ziele der Kooperation:

  • Die Kooperation erleichtert den Kindern den Übergang vom Kindergarten in die Schule
  • Austausch der Kooperationspartner zum Wohle des Kindes
  • Absprachen über Bildungsinhalte und Sicherung der Anschlussfähigkeit

Unsere praktische Umsetzung:

  • Austausch zwischen Erzieher*innen und Lehrer*innen
  • Vorschulstunden der Lehrer*in im Kindergarten zum Kennenlernen der Vorschulkinder
  • Gemeinsame Aktionen zwischen Vorschulkindern und Schulkindern (Vorleseaktion, gemeinsame Projekttage, Besuch des Krippenspiels in der Schule)
  • Besuch einer Unterrichtsstunde
  • Vorkurs Deutsch
  • Schulspiel bei der Einschulung
     

Soziale Netzwerkarbeit bei Kindswohlgefährdung

Der Schutzauftrag beinhaltet die Aufgabe, Kinder davor zu bewahren, dass sie in ihrer Entwicklung durch

  • den Missbrauch elterlicher Rechte (körperliche Misshandlung oder sexuelle Ausbeutung),
  • eine Vernachlässigung,
  • Familiensituationen, die das Wohl des Kindes indirekt gefährden (Gewalt, Sucht, psychische Probleme in der Familie),
  • ein erhöhtes Entwicklungsrisiko und (drohender) Behinderung,
  • die Krippe oder den Kindergarten (Missachtung der gesetzlichen Vorgaben zu Personal-, Sach- oder Raumausstattung),
  • übergriffiges Verhalten des Personals


Schaden erleiden. Kinder sind vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen.

Die Gemeinde Greifenberg als Einrichtungsträger hat mit dem Jugendamt Landsberg eine Vereinbarung zum Schutzauftrag gemäß § 8a SGB VIII geschlossen.
Das Team des Kinderhauses hat gemäß den gesetzlichen Vorgaben ein eigenes Schutzkonzept entwickelt.
Dies beinhaltet:

  • einen Verhaltenskodex für alle Mitarbeiter*innen
  • eine verpflichtende Selbstauskunft für alle Mitarbeiter*innen
  • Präventionsangebote zum Schutz des Kindswohls
  • Checklisten zur Erkennung von Gefährdungsanzeichen
  • Verfahrensanweisungen /Leitfaden für Verdachtsfälle

Der Träger stellt sicher, dass das Personal über gewichtige Anhaltspunkte zur Kindswohlgefährdung unterrichtet ist. Einmal jährlich erfolgt hierzu eine Unterweisung durch die Leitung und die Fachkraft für Kindswohlgefährdung. Fachkraft für Kindswohlgefährdung im“ Windradl“ ist Frau Michaela Heining. Alle Mitarbeiter*innen legen bei Einstellung und jeweils nach Ablauf einer Fünfjahresfrist ein erweitertes Führungszeugnis vor.

Stellt eine Pädagogin gewichtige Anhaltspunkte zur Kindswohlgefährdung eines Kindes fest, werden diese schriftlich dokumentiert, der Leitung mitgeteilt und im Rahmen der kollegialen Beratung im Team besprochen.
Kann das Gefährdungsrisiko bei der kollegialen Beratung nicht ausgeräumt werden, wird die vom Jugendamt bestellte insoweit erfahrene Fachkraft in die Beratung mit einbezogen.

Die für uns zuständige insoweit erfahrene Fachkraft ist:
Frau Gisela Lifka, Landratsamt Landsberg, Amt für Jugend und Familie,
Spöttiger Str. 14b, 86899 Landsberg am Lech,
Telefon 08191/1295259,
Telefax 08191/1295332
E-Mail Gisela.Lifka[at]LRA-LL.bayern.de

Die Erziehungsberechtigten und das Kind werden in die Gefährdungseinschätzung mit einbezogen, soweit der wirksame Schutz des Kindes nicht in Frage gestellt wird.
Der Träger unterrichtet umgehend das Jugendamt, wenn die Gefährdung nicht anders abgewendet werden kann.

Multiprofessionelles Zusammenwirken mit psychosozialen Fachdiensten

Im Rahmen unseres Integrationsangebotes für Kinder mit besonderem Förderbedarf bestehen Kooperationsverträge für die Zusammenarbeit mit den Fachdiensten der Frühförderstellen Landsberg und Starnberg.

Die Kooperation beinhaltet:

  • den Austausch zwischen Eltern, Erzieher*innen und Therapeut*innen zum Wohle des Kindes.
  • die Durchführung und Dokumentation der Fachdienststunden in der Einrichtung.
  • das gemeinsame Erstellen von Förderplänen.

Unsere Öffentlichkeitsarbeit

Unsere Ziele:

  • Uns für die Interessen und Bedürfnisse der Kinder stark machen.
  • Interesse wecken für unsere Einrichtung, für eine Kind gerechte Pädagogik und das Berufsbild der Erzieher*in.
  • Die pädagogische Arbeit unserer Einrichtung transparent machen.
  • Treffpunkt sein für Menschen verschiedener Altersgruppen.
  • Der Kindergarten wird als Teil der Dorfgemeinschaft erlebt.
  • Zu Diskussionen anregen.
  • Durch Kontaktaufbau und -pflege Berührungsängste abbauen.

Unsere praktische Umsetzung:

  • Konzeption und Kindergartenzeitung „Windradl"
  • Internetseite: www.kindergarten-windradl-greifenberg.de
  • Schaukasten
  • Ausflüge und Exkursionen (Feuerwehr, Seniorenheim, Arztpraxis)
  • Tag der offenen Tür, Feste
  • Projektausstellungen
  • Pressekontakte

Unsere Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung

Fortbildung
Unsere Pädagogik soll für Kinder entwicklungsunterstützend und -fördernd sein. Diesen Anspruch können wir nur erfüllen, wenn die Teammitglieder sich regelmäßig fortbilden. Im Team werden Informationen über Fortbildungen, neue Erkenntnisse und Ideen ausgetauscht.

Leiterinnenkonferenz
Viermal im Jahr nimmt das Leitungsteam an der Leiterinnenkonferenz des Landkreises Landsberg teil. So wird sichergestellt, dass aktuelle Informationen und Gesetzesänderungen an das Einrichtungsteam weitergegeben werden können.

Dienstbesprechung im Landratsamt Landsberg
Das Leitungsteam nimmt regelmäßig an den Dienstbesprechungen im Landratsamt teil.

Konzeption
Die Konzeption der Einrichtung wird vom gesamten Einrichtungsteam regelmäßig auf ihre Aktualität überprüft und kontinuierlich weiterentwickelt.

QM-Handbuch
Im Qualitätshandbuch sind die Zielsetzungen, das Leistungsangebot, die pädagogischen Handlungsweisen und Methoden dokumentiert. Die Qualitätsstandards sowie die beschriebenen Prozessabläufe sind für alle Mitarbeiter*innen der Einrichtung verbindlich.
 

Teamgespräche
Zweimal im Monat trifft sich das Team im Anschluss an die Gruppenöffnungszeit zum gemeinsamen Planen und zum gegenseitigen Austausch und Reflektieren unserer pädagogischen Arbeit. Auch Fallbesprechungen finden hier ihren Platz.

Gruppenteam
Einmal wöchentlich plant jedes Gruppenteam für sich die pädagogische Arbeit in der Gruppe und tauscht sich über den Entwicklungsstand der Kinder aus.

Zusammenarbeit mit dem Träger
Die gute Zusammenarbeit zwischen „Windradl“ und Träger (Gemeinde Greifenberg) spielt eine große Rolle für den reibungslosen Ablauf des Kinderhausalltags. Durch feste Ansprechpartner auf beiden Seiten und gegenseitigen Informationsfluss ergeben sich gemeinsame Entscheidungsprozesse und klare Absprachen (z. B. Einstellung neuer Mitarbeiter, Ferienregelung, Kindergartenordnung, Öffnungszeiten, Gebühren, Überstundenregelung, Fort- u. Weiterbildung, Schließtage, räumliche Ausstattung, Finanzen, Vergabe der Kindergartenplätze, etc.).
Wichtig ist ein vertrauensvoller Umgang miteinander, in dem sich Team und Träger offen, ehrlich und verständnisvoll begegnen.

Betriebsausflug
Einmal im Jahr unternimmt das Team zusammen mit dem Träger einen Betriebsausflug. Gemeinsame Unternehmungen stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl und wirken sich positiv auf das Betriebsklima aus.
An diesem Tag bleibt der Kindergarten geschlossen.

Evaluation
Die Auswertung und Weiterentwicklung unserer Einrichtung sowohl in Bezug auf die Qualität der Dienstleistung als auch in Bezug auf die pädagogische Qualität ist uns besonders wichtig. Aus diesem Grund wenden wir mehrere Evaluationsverfahren an, so dass wir uns auf unterschiedlichen Ebenen und von unterschiedlichen Personen einschätzen lassen können. Damit überprüfen wir auch unsere pädagogische Arbeit und erhalten Hinweise für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

Mitarbeitergespräch
Einmal jährlich finden Mitarbeitergespräche zwischen der Leitung und den einzelnen Mitarbeite*rinnen statt, um sich über weiter reichende Zielsetzungen, Aufgaben, Ergebnisse und Leistung, die Zusammenarbeit und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten der Mitarbeiter zu verständigen.

Elternbefragung
Die Elternbefragung wird jährlich durchgeführt. Ziel der Elternbefragung ist es, Wünsche und Bedürfnisse der Eltern zu eruieren und zu erfahren, wie Eltern die Arbeit der Einrichtung wahrnehmen und bewerten und wie sie die Wirkung der Einrichtung auf ihre Kinder erleben.
Die Befragungsergebnisse werden bei der Planung der Angebote und der pädagogischen Arbeit einbezogen und sowohl im „Windradl“ als auch auf der Homepage veröffentlicht.

Kinderbefragung
Die Kinderbefragung wird jährlich in Form eines Interviews durchgeführt. Ziel des Kinderinterviews ist es, Wünsche und Bedürfnisse der Kinder zu eruieren und zu erfahren, ob die Kinder sich in der Einrichtung wohlfühlen und wie sie die Räume, das Material und die Spiel- und Lernmöglichkeiten wahrnehmen und bewerten.
Die Befragungsergebnisse werden bei der Planung der Angebote und der pädagogischen Arbeit einbezogen und im „Windradl“ veröffentlicht.
Das Interview kommt in das Portfolio des Kindes.

 

Unser Beschwerdemanagement

Eine Beschwerde ist Ausdruck einer Unzufriedenheit mit einem Vorkommnis oder einem Zustand in der Kindertageseinrichtung. Beschwerden können strukturiert (z.B. im Elternfragebogen) oder spontan erfolgen und sich auf einzelne Aspekte oder die Gesamtqualität der Einrichtung beziehen. Sie können schriftlich, mündlich oder informell (über Dritte) abgegeben werden.
Eine Beschwerde wird von uns als Aufforderung zur Selbstreflexion und Chance zur Verbesserung verstanden. Jede Beschwerde ist grundsätzlich berechtigt und bietet uns eine Chance, Fehlerquellen zu reduzieren und die Qualität unserer pädagogischen Arbeit zu optimieren. Das Beschwerdemanagement unserer Einrichtung ist ein wesentlicher Aspekt unseres Qualitätsmanagements und unserer Kundenorientierung. Ein funktionierendes Beschwerdesystem reduziert Konflikte.

Wir bieten verschiedene Formen für Beschwerden und Verbesserungsvorschläge an:

  • Elternbefragung
  • Kinderbefragung
  • Kinderkonferenz
  • Elternabend
  • Persönliches Gespräch
  • Elternbeirat
  • Elternworkshop „Zukunftswerkstatt“
  • Schriftliche Beschwerde.

Grundsätzlich nehmen wir alle Beschwerden ernst und bearbeiten diese zeitnah. Beschwerden werden schnell und zuverlässig an die zuständige Stelle weitergeleitet. Schriftliche Beschwerden werden auch schriftlich beantwortet.
Das Team arbeitet systematisch daran, Probleme zu beseitigen und künftig zu vermeiden. Wenn es möglich ist, wird der Beschwerdeführer in den Verbesserungsprozess miteinbezogen.

Weiterentwicklung unserer Einrichtung – geplante Veränderungen

Unsere Einrichtung ist jederzeit bestrebt, sich weiterzuentwickeln.
Dies ergibt sich zum einen aus den Ergebnissen der jährlichen Elternumfragen und Kinderinterviews, die manchmal Anstoß für Veränderung geben.
Aber auch regelmäßige Fortbildungen des Personals zu neuen pädagogischen Themen und aktuellen Forschungsergebnissen sichern unsere Weiterentwicklung als Einrichtung.
Regelmäßige Reflexionen und der ständige Dialog mit Eltern, Kinder und Kooperationspartnern sowie die regelmäßige Überprüfung unserer Konzeption fördern ebenfalls unsere kontinuierliche Weiterentwicklung.

Folgende konkrete Projekte zur Weiterentwicklung stehen an:

Lernwerkstätten
Im September 2019 haben wir mit der Einführung der Lernwerkstätten begonnen. Nach der theoretischen Beschäftigung mit dem Thema in Teamsitzungen und an Konzeptionstagen haben wir uns für folgende Lernwerkstätten entschieden:

  • Schreibwerkstatt
  • Mathewerkstatt
  • Bewegungsbaustelle
  • Kunstatelier
  • Forscherlabor

Die Lernwerkstätten wurden von Erzieher*innenteams eingerichtet, die sich stärken- und ressourcenorientiert aus dem Gesamtteam der Einrichtung zusammengeschlossen haben. Diese Teams werden auch die Arbeit der Kinder in den Lernwerkstätten begleiten und Bildungsangebote initiieren.
Die Arbeit in den Lernwerkstätten ist im Moment in der Probephase und wird im weiteren Verlauf reflektiert und optimiert beziehungsweise bei Bedarf auch verändert.

Projekt zur Nachhaltigkeit
Als „Haus der kleinen Forscher“ wollen wir uns in der Zukunft mit dem Thema „Nachhaltige Bildung und Erziehung“ befassen und ein Nachhaltigkeitskonzept für unsere Einrichtung erfassen.
Erzieher*innen aus allen Gruppen nehmen hierzu ab Januar 2020 an Fortbildungen zum Thema „Nachhaltigkeit“ teil. Zusammen wollen wir dann mit einem Projekt im Kindergarten starten.
Geplant ist, auch die Eltern der Einrichtung in das Projekt miteinzubeziehen sowie Angebote im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit zu entwickeln, um eine möglichst große Zielgruppe zu erreichen.

Rezertifizierung „Haus der kleinen Forscher“
2020 steht unsere Rezertifizierung als „Haus der kleinen Forscher“ an. Unser Ziel ist es, die Rezertifizierung zu erhalten.
Pilotprojekt „Kindergarten Plus START“
Seit Jahren führen wir mit großem Erfolg das Programm zur Emotionalen Intelligenz „Tula& Tim / Kindergarten Plus“ mit den vier- und fünfjährigen Kindergartenkindern durch.
2020 nimmt unsere Krippe am Pilotprojekt „Kindergarten Plus START“ teil. Es handelt sich hierbei um ein alltagsintegriertes Projekt für Kinder ab zwei Jahren zum Thema „Emotionale Intelligenz“. Wir sind an der Durchführung, Dokumentation und Evaluation des bundesweiten Projektes beteiligt.
Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements
2020 nimmt die Einrichtungsleitung an einer Weiterbildung zur Beauftragten für das betriebliche Gesundheitsmanagement teil.
Im Zuge der Weiterbildung wird in unserer Einrichtung das betriebliche Gesundheitsmanagement eingeführt.
Hierbei geht es um Themen wie:

  • Gesundheitsgerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes
  • Förderung gesundheitsgerechter Verhaltensweisen im Team
  • Gesunde Selbstführung und Vorbildfunktion
  • Ermittlung von Gefährdungen (zum Beispiel psychische Belastungen)

Da gesunde und motivierte Mitarbeiter das höchste Gut einer Betreuungseinrichtung sind, gewinnt dieses Thema, besonders in Zeiten des Fachkräftemangels im pädagogischen Bereich immer mehr an Bedeutung.
Unser Ziel ist es, mit den Erkenntnissen aus der Weiterbildung, gewinnbringende Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Mitarbeiter*innen implementieren zu können.